Schüler lernen jetzt direkt an der Quelle

Quelle: PNP vom 08.12.2022

100. „Waldwasser-Brunnen“ niederbayernweit wird am Gymnasium Untergriesbach gesegnet und in Betrieb genommen

Viele achten den Wert des Wassers viel zu wenig und gehen verschwenderisch damit um. Am Gymnasium Untergriesbach hat sich die Klasse 9 b mit dem Wasser in seiner Vielfalt beschäftigt. Krönung des Schulprojekts war nun die Segnung und Inbetriebnahme des 100. „Waldwasser-Brunnens“ an der Schule. Eine ganze Reihe von Gästen aus dem öffentlichen Leben und der Schulfamilie haben dieses Ereignis gefeiert.

Der „Waldwasser-Brunnen“ ist keine einfache Zapfstelle. Bildhauerin Edel Maria Göpfert hat auch diesen Brunnen so wie viele andere vorher im Gebiet des Wasser-Zweckverbands aus Granit und Bronze als Unikat geschaffen. Dieser schmückt nun die Aula der Schule. Er passe hervorragend in das Konzept der neu sanierten Schule und erfülle auch einen hohen pädagogischen Anspruch, hieß es bei der Feier.

Beim musikalischen Einstieg mit Smetanas „Die Moldau“ konnten die Gäste beim genauen Hinhören das leise Rauschen und manchmal wilde Plätschern der Moldau aus den Querflöten von Emilie Reischl und Eva Arndörfer hören. Das „Moderne Ensemble“ spielte später ein musikalisches, mit Wasser verbundenes Intermezzo „Alles im Fluss“.

Als besondere Ehre bezeichnete Schulleiterin Dr. Nadiane Kreipl die Aufstellung des 100. „Wald-wasser-Brunnens“ am Gymnasium. Mit dem Elternbeirat und den Unterrichtsthemen sei man auf einem guten Weg zur gesunden Schule. Die Gesundheit sei ein Anliegen aller Mitglieder der Schulfamilie, der neue Brunnen sei ein bedeutender Beitrag dazu.

Das Thema Wasser habe besonders die Klasse 9 b und die Klima AG genauer beleuchtet und dabei bisher unbeachtete Eigenschaften entdeckt und dokumentiert.

Der Verbandsvorsitzende des Zweckverbands „Waldwasser“ und Landrat von Deggendorf Bernd Sibler sieht das Wasser in seiner Schlichtheit und vielfältigen Form als Grundlage für das Leben. Es sei ein chemisches und physikalisches Wunderwerk und stehe oft im Blick der politischen Auseinandersetzungen. In weiten Teilen der Erde sei die Verfügbarkeit von Wasser keine Selbstverständlichkeit. „Wasser ist Leben“, fasste Landrat Raimund Kneidinger zusammen. Das Waldwasser erfülle die Ansprüche auf höchsten Prüfstandards. „Was man schätzt, das schützt man“, war sein Aufruf zum sorgfältigen Umgang mit dem Gut. Der Brunnen sei neben dem gesundheitlichen Aspekt ein künstlerisches Ausrufezeichen an der Schule.

In seiner gewohnt humorvollen Weise wies Bürgermeister Hermann Duschl auf einen vermeintlichen historischen Fehler beim Bau des Gymnasiums hin. Seit Jahrtausenden habe man vor dem Bau eines Hauses einen Brunnen gegraben. In Untergriesbach sei das versäumt worden. So hätte man den Brunnen nach der abgeschlossenen Sanierung eingesetzt. „Jetzt stimmt die Geschichte wieder“, zeigte er sich zufrieden und ging auf das Wasser als Begleiter des Menschen ein. „Bis zum sechsten Lebensjahr trinkt der Mensch Milch, vom 18. Lebensjahr an meist Bier. Die Lücke dazwischen soll nun am Gymnasium mit Wasser aus dem Brunnen geschlossen werden.“

Elternbeiratsvorsitzende Dr. Elisabeth Lackner-Frey unterstrich die Bedeutung von Wasser in der Ernährung. Das müsse den Kindern schon früh nahe gebracht werden, weil Wasser durch Werbung für andere Getränke aus dem Bewusstsein verdrängt werde.

Bild und Text: Otto Donaubauer

 

Auch Niederbayern TV berichtete über die Einweihungsfeier am GU unter  https://passau.niederbayerntv.de/mediathek/video/100-waldwasser-brunnen-fuer-gymnasium-untergriesbach-lkr-pa/

 

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