Is this art, or can it go in trash?“

Deutsch-tschechische Kunsttage in Olšina / Langenbruck

Finanziert mit Mitteln aus Erasmus+ und des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds verbrachten 29 Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen der Partnergymnasien Krumau und Untergriesbach drei intensive Tage im tschechischen Olšina / Langenbruck unweit des Moldaustausees – im Mittelpunkt: aktives Kunstschaffen im Spannungsfeld zwischen digitaler und analoger Drucktechnik.

Kunst wird von der Unesco durch ihre Einzigartigkeit definiert, so Hubert Huber, freischaffender Künstler aus Fürstenzell, den die Organisatoren Markus Schlager und Markéta Urbanová bereits zum wiederholten Male für dieses Projekt gewinnen konnten. Und so machte sich die Gruppe auf, Einzigartiges im Umfeld des Langenbrucker Teiches zu entdecken, mit dem Handy digital einzufangen und in ausgedruckte Kunstwerke umzusetzen. Den historischen Kontext zum Vergleich lieferte ein Vortrag mit Aufnahmen aus dem Archiv des Fotoateliers Seidel in Krumau.

Einen konträren Ansatz verfolgte Hubers Partner Marek Borsányi von der Kunstschule Krumau, der seine mobile Druckerpresse mitgebracht hatte. Schere, Messer, Matrizenpapier und zwei Druckfarben führten zu im wahrsten Sinne des Wortes beeindruckenden Ergebnissen. Ergänzt wurde beides durch die Resultate kleinerer künstlerischer Aktivitäten unter Anleitung der Kunstlehrkräfte Katarína Nováková und Andreas Oberndörffer.

Dank des umfangreichen Sprachanimationsprogramms von Tandem Regensburg am ersten Tag, das Deutsch- und Tschechischsprachige rasch zu einer einzigen, bunten Gruppe  zusammenwachsen ließ, meisterten die Teilnehmer auch die letzte, große Aufgabe mit Bravour, eine Vernissage für die Ausstellung der entstandenen Werke zu gestalten. In Eigenregie konzipierten die Schülerinnen und Schüler mehrsprachige Moderation, musikalische Umrahmung und das Kurztheaterstück „Is this art, or can it go in trash?“ und brachten es mit mehr als zwanzig Akteuren zur Aufführung – auch  sehr zur Freude von Oberplans zweitem Bürgermeister Vojtěch Ščevík, der in seinem Grußwort meinte, die Gesichter der Teilnehmer seien jedes Jahr andere, aber die Begeisterung stets dieselbe, und darauf verwies, wie wertvoll es sei, so wie hier die Sprachgrenze zu überwinden. Ja, was in diesen Tagen entstand, ist sicher Kunst und geht nicht in den Müll, sondern wird die Teilnehmer in ihren Erinnerungen noch lange begleiten.

Zum Abschluss wurden die entstandenen Kunstwerke in einer kleinen Ausstellung gezeigt.