Hauzenberg. Ein glanzvoller Aufbruch in den Frühling: Mit einem facettenreichen Programm begeisterten die Musikerinnen und Musiker des Gymnasiums Untergriesbach ihr Publikum in der vollbesetzten Adalbert-Stifter-Halle. Unter der Leitung der Studiendirektorinnen Heidi Kristl und Elisabeth Rickl unterstrich der Abend die Lebendigkeit schulischen Musizierens.
Nach der Eröffnung überließ Schulleiterin Dr. Nadiane Kreipl die Bühne charmant den Moderatorinnen Valentina Wimmer und Angelina Winkler. Das Duo führte souverän durch den Abend – fest entschlossen, dem Publikum einen „mehrtägigen Ohrwurm“ zu bescheren, was zweifellos gelang. Den passenden visuellen Rahmen bot das von Studiendirektorin Brigitte Friedrich gestaltete Programmheft.


Schon beim Auftakt mit Schostakowitschs „Walzer Nr. 2“ folgte das Orchester präzise dem Taktstock von Elisabeth Rickl. Bereits nach den ersten Takten wurde spürbar: Dieser Abend sollte nicht nur gehört, sondern erlebt werden. Es folgte ein Ausflug in die Musical-Welt von „Grease“, dessen Energie bei „You’re the One That I Want“ das Publikum sogleich mitriss.


Unter der Leitung von Heidi Kristl brachte der Unterstufenchor frischen Wind auf die Bühne. Ohne Notenblätter und in bunten T-Shirts glänzten die jüngsten Talente mit klaren Stimmen. Begleitet vom Modern Ensemble (ModE) spannte der Chor den Bogen vom Kanon „Zarter Mohn“ bis zur südamerikanischen Lebensfreude in „Un poquito cantas“. Einen Gänsehaut-Moment schufen die Schüler mit Jim Papoulis’ „In My Heart“: Nur von Quirin Pleyer am Klavier getragen, bewies der Auftritt das große stimmliche Potenzial des Chores.
Eine gelungene Premiere feierten „Die Knopfharmoniker“ um Lukas Berger. Wie die Volksmusikgruppe „GU Musi“, sorgte das Ensemble mit traditionellen Klängen für eine „Auszeit vom Alltag“.


Internationale Akzente setzte der französische Austauschschüler Alexandre Andriot mit dem Chanson „La vie en rose“. Während seine Mitschüler dazu mit der Europaflagge die Bühne betraten, entstand ein kraftvolles Zeichen der Verbundenheit.
Ein weiteres Highlight setzte das Ensemble „Blue Men“: In einer kreativen Percussion-Performance verwandelten sie Gießkannen, Regenschirme und Wasserrohre in Instrumente. Rhythmisch bauten sie ihre Darbietung Schritt für Schritt auf, bevor sie am Ende hinter ihren Schirmen verschwanden und die Bühne für das kleine Ensemble frei machten.


Mit Aladdins „A Whole New World“ entführten Quirin Lang, Severin Pleyer und Maximilian Zinöcker das Publikum in eine ganz andere, magische Klangwelt. Mit einem Andantino aus der Sonatine für Klarinette und Klavier von Malcom Arnold sagten Pleyer und Zinöcker Adieu: Ihr Auftritt markierte den meisterhaften Abschluss ihrer langjährigen Zeit auf der Bühne des Gymnasiums Untergriesbach.
Ein inszenatorischer Kniff markierte den Auftritt des Großen Chors von Heidi Kristl: So betraten die Sängerinnen und Sänger singend die Bühne, wo sie zunächst mit dem Rücken zum Publikum performten, um sich passend im zweiten Stück, dem ABBA-Klassiker „Supertrouper“ strahlend dem Saal zuzuwenden. Das Ensemble glänzte durch eine enorme Bandbreite – von der humorvollen Männer-Einlage bei „Who Put the Bomp“ bis zur schwebenden Klanglandschaft der Sängerinnen in Rachel Portmans „The Birds“. Den emotionalen Kern bildeten das a cappella vorgetragene „Scarborough Fair“ sowie das berührende Lied „Greensleeves“, das Magdalena Mauritz an der Altblockflöte virtuos veredelte. Ein Auftritt, der die herausragende Stimmgewalt und feinen Nuancen des großen Chors eindrucksvoll unter Beweis stellte.

Den kraftvollen Schlusspunkt setzte die Big Band unter der Leitung von Elisabeth Rickl. In den Arrangements „Fields of Gold“ und „I’m Still Standing“ glänzten Fridolin Klein an der Posaune und Jonathan Wallner am Altsaxophon mit herausragenden Soli.

Das Konzert endete mit einem großen Applaus nach der Zugabe „Birdland“. Mit dem versprochenen Ohrwurm trat das begeisterte Publikum den Heimweg an.
