Sehnsucht nach Frieden und Freude in Liedern und Musik
Hauzenberg. „Musik verbindet und trägt, gibt Kraft und Hoffnung und lädt ein zum Innehalten“, so stimmte Schulleiterin Dr. Nadiane Kreipl die zahlreichen Besucher auf das Weihnachtskonzert des Gymnasiums Untergriesbach in der Kirche St. Vitus in Hauzenberg ein. Musik öffne Herz und Sinne für Gemeinschaft und die hoffnungsvolle Botschaft von Weihnachten. Etwa 190 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums hatten sich mit ihren Musiklehrerinnen Heidi Kristl und Elisabeth Rickl seit vielen Wochen auf das große Konzert vorbereitet.
Mit den weihnachtlichen Sätzen von „Wir sagen euch an den lieben Advent“ und „In dulci jubilo“ verkündeten die Blechbläser die Zeit der Geburt Jesu und die Freude der Menschen auf das Ereignis im Stall von Bethlehem. In die Märchenwelt von Hänsel und Gretel aus der gleichnamigen Oper von Engelbert Humperdinck führte dann das Orchester mit dem „Abendsegen“. In der Geschichte beteten die beiden Kinder diesen Abendsegen und vierzehn Engel sollen dann ihren Schlaf bewacht haben. Loslassen von den Regeln des täglichen Lebens inspirierte das Orchesterstück „Let it go“ aus der Märchenwelt der „Eiskönigin“ und mit „White Christmas“ hatte das Orchester einen Weihnachtsklassiker ausgewählt, den Bing Crosby vor 80 Jahren rund um den Erdball bekannt gemacht.
„Happy Xmas -War is over“, diese fast unglaubliche Weihnachtsbotschaft in Zeiten der vielen Kriege verkündete das Hornquartett und die Zuhörer dachten dabei sicher an die Menschen in der Ukraine, im Gazastreifen und an den vielen Kriegsschauplätzen auf der Welt. „Der Krieg ist vorbei“ könnte für sie die schönste Weihnachtsbotschaft sein. Begleitet vom „Modernen Ensemble“ überraschte der Unterstufenchor die Besucher mit herzlichen Liedern zur Adventzeit. „Schenkt uns die Hoffnung auf Erden, dass die Herzen fröhlich werden“, hieß es in dem Lied „Welch wundersame Nacht“ und die „Ding, dong bells“ ließen aufhorchen. Aus dem Weihnachtsoratorium von Joh. Sebastian Bach und dem evangelischen Gesangbuch stammt das Lied „Ich steh an deiner Krippe hier“ mit dem die feierliche Stimmung bei der Geburt Jesu beschrieben wird. Ein „Winter Wonderland“ wünschten sich die Sängerinnen und Sänger mit dem gleichnamigen Titel des bekannten Liedes von Felix Bernhard und Richard Smith. „We are happy tonight“ beim „Walking in the Winter Wonderland“ hieß die Sehnsucht nach weißer Weihnacht in dem Song.




(Bilder: Lea Penn)
Die Musikszene ist am Gymnasium vielfältig und so hat sich mit der GU Musi wieder eine kleine Gruppe musizierender Schüler zusammengefunden. Sie servierten im Dreivierteltakt „Mousse au Chocolat“ und darauf den „Glückseligkeitswalzer“ von Kathi Gruber. Der Begriff von der Glück-
seligkeit ist aus dem modernen Sprachschatz fast verschwunden und so konnten sich die Besucher ein wenig im Walzertakt in diesem Gefühl wiegen. Der Männerchor des Gymnasiums hatte mit dem Vortrag „Verbum caro factum est“ einen Teil des „Engel des Herrn“ gesungen und bewiesen, dass die Sänger nicht nur die lateinische Sprache gut beherrschen. Seinen großen Auftritt hatte der „Große Chor“ unter der Leitung von Heidi Kristl. „Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch“ aus dem Psalm 23, den der böhmische Komponist Andreas Hammerschmidt in Noten verpackt hatte, war ein Aufruf an die Menschheit zum Zusammenhalt und gegenseitiger Achtung. Die Freude am Singen zeigte der Chor auch in dem Lied „Joyfully sing, hallelujah“. Der festliche Weihnachtschoral „Haben Engel wir vernommen, singen über Felder weit“ aus Frankreich erinnerte an den überlieferten Chor der Engel über dem Hirtenfeld. Frank Sinatra und Whitney Houston haben den Weihnachtssong „Have yourself a Merry Little Christmas“ weltbekannt gemacht und der Gymnasiumchor verband damit die Hoffnung, dass im nächsten Jahr die Sorgen meilenweit weg sein würden.
Ein großes klassisches Werk hatten sich Hanna Kronawitter, Anja Rosenberger und Maxi Zinöcker mit dem „Präludium“ von Dimitri Schostakowitsch zum Vortrag ausgesucht. Mit Flöten und Klavierbegleitung nahmen sie die Zuhörer mit in die Zeit des Filmkomponisten Schostakowitsch.
Mit den großartigen Stücken der „Big Band“ unter der Leitung von Elisabeth Rickl wurde der letzte Teil des Konzerts eingeleitet. Die Musiker spielten im „Nußknacker Swing“ den Traum eines Mädchens, das ihr Lieblingsspielzeug zum Leben erwecken will. Der große Komponist Tschaikowsky hatte dieses Märchen in ein großes Orchesterwerk verwandelt. Ein Stück Weihnachtsgeschichte spielte Maria in dem Stück „Mary did you know“, dass dein Sohn die Erlösung bringen wird. Zu einer fröhlichen Schlittenfahrt lud zum offiziellen Schluss die Big Band mit „Sleigh Ride“ ein. Ohne eine Zugabe wollte das Publikum die Mitwirkenden am Weihnachtskonzert nicht gehen lassen. „Let it snow“ war der musikalische Wunsch der Musiker für weiße Weihnachten und sie trafen damit auch die Wünsche der begeisterten Besucher. Dr. Nadiane Kreipl dankte den vielen Mitwirkenden am Weihnachtskonzert und besonders den Musiklehrerinnen Heidi Kristl und Elisabeth Rickl für das hervorragende Programm des diesjährigen Konzertes. (Text: Otto Donaubauer)
(Bilder: Manuel Kreuzer)








