Theaterspielen heißt nicht nur, einen Text aufzusagen – dazu gehört der ganze Körper, und es geht besonders gut, wenn man sich gegenseitig inspiriert. Das durften die Schülerinnen und Schüler der Schulspielgruppe am Gymnasium Untergriesbach in einem Workshop erfahren, der in Zusammenarbeit mit der Athanor Fachakademie für Darstellende Kunst in Passau-Grubweg stattfand. Die Theaterpädagogin Daniela Holler-Hartmann besuchte eine Trainingsstunde der Truppe und zeigte an verschiedenen, sehr unterhaltsamen Übungen, wie die Schauspielerinnen und Schauspieler ihre Wahrnehmung und ihr Spiel verbessern können. Spielfreude und Mut zum Ausprobieren standen dabei immer im Vordergrund. Zuerst hieß es für die der fünften bis siebten Klasse zusammen mit ihren Spielleitern Bernd Pröstler und Simone Schlager: Schuhe aus, damit wir den Boden unter den Füßen spüren können! Beim Raumlauf wurde der passende Ausdruck zu verschiedenen Musikbeispielen gesucht und immer wieder ging es darum, das Geschehen im Raum wahrzunehmen. Spannend war es für alle, zu erfahren, dass man ein und denselben Satz: „Du bist die Beste!“ freundlich, aber auch traurig oder bösartig sprechen kann. Eindrucksvoll erfuhren hier die Schauspielerinnen und Schauspieler, wie wichtig Mimik und Gestik sind, damit das Publikum versteht, was gemeint ist. In Standbildern zum Märchen Aschenputtel wurde diese Erfahrung weiter vertieft. Dabei spürten die Darstellerinnen und Darsteller auch dem Status der jeweiligen Figuren nach und erfanden mit viel Phantasie eigene Konstellationen. Ein lohnendes und beflügelndes Erlebnis für alle Beteiligten!


