Studienluft schnuppern: Vier Schülerinnen des GU beim Unitag der Universität Passau
Studienluft schnuppern, lange bevor das Abitur überhaupt geschrieben ist – diese Möglichkeit bietet der sogenannte „Unitag”. Im Sommersemester 2026 haben mit Mona Maier (11b), Marlene Möckl (11a), Laura Irg (11a) und Anna Robl (11b) vier Schülerinnen unserer Schule daran teilgenommen und wertvolle Einblicke in den Studienalltag der Universität Passau gewonnen.
Was ist der Unitag – und warum gibt es ihn?
Der Unitag ist ein Baustein der bayerischen Begabtenförderung. Er richtet sich an besonders begabte und leistungsfähige Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe und wird vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus gemeinsam mit den Universitäten des Freistaats getragen; für die Gymnasien in Niederbayern ist die Universität Passau der Partner vor Ort. Die Idee dahinter ist ebenso einfach wie überzeugend: Junge Menschen mit ausgeprägten Interessen sollen schon während der Schulzeit erleben, wie wissenschaftliches Arbeiten an einer Hochschule tatsächlich aussieht. Sie besuchen echte Vorlesungen, lernen unterschiedliche Fachbereiche kennen und erhalten so nicht nur wissenschaftspropädeutische Impulse, sondern auch eine fundierte Orientierung für die spätere Studien- und Berufswahl.
Das Programm gliedert sich in drei zentrale Veranstaltungen an der Universität – Auftakt, Halbzeit und Abschluss – sowie in neun individuelle Unitage, an denen die Schülerinnen über das Semester hinweg selbst gewählte Vorlesungen besuchen. In der 12. Jahrgangsstufe geben die Teilnehmerinnen ihre Erfahrungen als „Unibotschafter” an ihre Mitschülerinnen und Mitschüler weiter.
Die Eindrücke der vier Schülerinnen
Bei den Vorlesungen standen vor allem Rechtswissenschaft und Psychologie im Mittelpunkt. Besonders das Jura-Studium mit seinen konkreten Fällen und Beurteilungen habe fasziniert, berichten Anna Robl und Mona Maier; herausfordernd waren dabei – wie auch Marlene Möckl schildert – die anspruchsvolle Fachsprache und das oft fehlende Vorwissen. Anna Robl lobt zugleich die klare Struktur der Veranstaltungen: „Durch die Präsentation vorne, viele Quellen und Definitionen war der Stoff gut verständlich.”
Ein gemeinsamer Nenner aller Berichte ist der spürbare Unterschied zwischen Schule und Universität: längere Vorlesungen im Vortragsstil, ein höheres Lerntempo, größere Stoffmengen und eine gewisse Anonymität – vor allem aber deutlich mehr Eigenverantwortung. Die selbstständige Tagesplanung an den individuellen Unitagen empfanden die Schülerinnen nicht nur als Herausforderung, sondern auch als gute Vorbereitung auf die Oberstufe. Mona Maier hebt zudem die angenehme Atmosphäre auf dem Campus hervor, wo man auch außerhalb der Vorlesungen in Ruhe lesen und lernen könne.
Farbe brachten die drei zentralen Veranstaltungen ins Programm, zu denen alle teilnehmenden Schulen zusammenkamen. Neben aktuellen Fachvorträgen – etwa zum Krieg im Iran – blieb Laura Irg besonders das KI-Lernspiel „Headline Hunter” in Erinnerung, bei dem es galt, KI-generierte von menschengemachten Nachrichtenüberschriften zu unterscheiden und so den kritischen Umgang mit Medien und Künstlicher Intelligenz zu schulen. Eine Campusführung und der persönliche Austausch mit Studierenden rundeten die Tage ab.
Einig sind sich die vier in ihrem Fazit: Der Unitag habe den Horizont erweitert, die eigene Selbstständigkeit gestärkt und wertvolle Orientierung für die spätere Studienwahl gegeben. „Ich würde das Projekt definitiv weiterempfehlen”, bringt es Marlene Möckl auf den Punkt.
Ein wertvolles Angebot
Wir freuen uns, dass unsere Schülerinnen diese besondere Chance genutzt haben, und danken der Universität Passau sowie den beteiligten Stellen für die engagierte Begleitung. Der Unitag zeigt einmal mehr, wie wertvoll es ist, jungen Menschen früh einen realistischen Blick auf Studium und Wissenschaft zu ermöglichen.
