Gastschulaufenthalt in Strakonice (CZ) – April 2026
Ein Bericht von Magdalena Geißler
Tschechien war für mich ganz etwas Besonderes, nicht nur weil ich beeindruckende Städte gesehen habe, sondern auch weil ich neue Freundschaften geschlossen habe. Denn vor dem Austausch hatte ich die Befürchtung, dass die Schule ganz anders, als in Bayern, abläuft. Aber eigentlich gibt es nur ein paar Unterschiede. In Tschechien hat jeder Schüler seinen eigenen Spind und im Schulhaus müssen Hausschuhe getragen werden. Dies ist besonders im Winter sehr praktisch, da man dann nicht mit den warmen Winterschuhen den ganzen Vormittag durchs Schulhaus läuft. Zwischen den Stunden gibt es immer eine 5 bis 10 minütige Pause und jeder Schüler isst mittags in der Schule. Dadurch verlängert sich der Schultag auch und man ist an einem durchschnittlichen Tag um 14 Uhr fertig.
Grundsätzlich ist das Schulsystem in Tschechien anders aufgebaut. In Bayern wechselt man bereits zur 5. Klasse an das Gymnasium, in Tschechien erst zur 10. Klasse.
Im Unterricht war es für mich ein bisschen schwierig, da ich kein Tschechisch kann. Daher gaben mir einige Lehrer die Arbeitsblätter in Englisch oder erklärten es auf Englisch. Das fand ich richtig schön, denn so konnte ich nicht nur neue Inhalte lernen, sondern dabei auch mein Englisch verbessern. Wenn die Klasse einen Test geschrieben hat, oder sich auf einen Test vorbereitet hat, übte ich Tschechisch mit einem Übungsheft, das mir von der Schule zur Verfügung gestellt wurde. Für mich war das also die perfekte Mischung aus dem Erlernen einer neuen Sprache und neuen Themen.
Nach der Schule und am Wochenende habe ich mit meiner Gastschülerin viel unternommen. Wir haben uns in der Hauptstadt Prag, den Hradschin (die Burg) sowie die Karlsbrücke oder auch das Nationalmuseum angesehen. Prag hat mir auf jeden Fall richtig gut gefallen.
Wir haben uns aber auch kleinere Städte mit schönen Burgen oder Schlössern in der näheren Umgebung angesehen. Darunter zum Beispiel Blatna, Pisek oder Strakonice, dort hat man durch den Turm Rumpal eine besonders schöne Aussicht über die Stadt. Mein absolutes Highlight war aber die Schulübernachtung, die meine Gastklasse für mich organisiert hatte. So etwas haben wir an meinem Gymnasium noch nie gemacht.

Ich würde auf jeden Fall noch einmal an einem solchen Projekt teilnehmen und es auch weiterempfehlen. Es war eine gute Möglichkeit, über sich hinauszuwachsen und neue Städte, Menschen und Vieles mehr kennenzulernen.
