Der Geschichte auf der Spur
Im Rahmen des Exkursionstages am Gymnasium Untergriesbach ging es für die Klasse 9a, begleitet von Franziska Treml und Markus Schlager, auf eine Geschichtsfahrt nach Regensburg.
Sylvia Seifert von Shalom Regensburg führte die Gruppe zunächst durch das jüdische Regensburg. Die Schülerinnen und Schüler erhielten einen Einblick in das blühende Leben der jüdischen Gemeinde vom Mittelalter bis zu ihrer Vertreibung im Jahr 1519, folgten den Spuren, die heute noch davon zeugen, und lernten die auf den Tag genau 500 Jahre später wiedereröffnete neue Synagoge als einen offenen Ort der Begegnung kennen – freilich geschützt durch eine Sicherheitsschleuse und Panzerglas.
Für Beklemmung hatte zuvor schon das Mahnmal für das in Stadtamhof gelegene Außenlager Colosseum des KZ Flossenbürg gesorgt. Besonders eindrücklich war die Schilderung des Lebens von Ida Lilienfeld (geb. Grünhut) an den ihrer Familie zugeordneten Stolpersteinen.
„Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Dieser fundamentale Artikel unseres Grundgesetzes begleitete die Schülergruppe auch im zweiten Teil der Exkursion, als es im Haus der Bayerischen Geschichte in kniffliger Teamarbeit einen politischen Mord aus der frühen Weimarer Republik zu lösen galt. Ausgestattet mit einem soliden Vorwissen aus dem Geschichtsunterricht und zusätzlichen Informationen aus der aktuellen Bayernausstellung „Hitler und der Kampf um die Demokratie“ gelang es allen Teams, die Indizien in diesem Exit-Game unter dem Titel „Hass, Hetze, Mord“ erfolgreich zu einem Gesamtbild zusammenzusetzen.
