Kliffküste, Stadtkultur und Wikinger – eine Studienreise nach Dänemark
Eine der beiden Studienreisen führte die Schülerinnen und Schüler der Q13 unter Leitung von Tanja Gerstmeir, Gerald Kainz und Matthias Vogel nach Kopenhagen. Erstes Ziel der Reise war die Hansestadt Rostock im Norden Mecklenburg-Vorpommerns.
Dort erkundeten wir die Altstadt und thematisierten die Geschichte, die wirtschaftlichen und städtebaulichen Gegebenheiten und die Studienmöglichkeiten. Die Landschaft um Rostock ist vom Eiszeitalter, das von vor 2,4 Millionen bis 10.000 Jahre vor heute währte, geprägt. Zu dieser Zeit lagen die Ostsee und Nordeuropa bis in die Gegend südlich von Berlin zeitweise unter mächtigem Inlandseis.


Die Geologie spielte auch an unserem zweiten Erkundungsort, dem Møns Klint, eine wichtige Rolle. Die weißen Gesteine dieser Klippen entstanden in der Kreidezeit vor rund 70 Millionen Jahren, als sich von Algen gebundener Kalk am Boden eines damals tropischen Meeres ansammelte. Im Eiszeitalter wurde das Gestein überprägt und nach dem Abschmelzen der Gletscher formt die Brandung des Meeres diese beeindruckende Kliffküste.
Am späten Nachmittag des zweiten Reisetages erreichten wir schließlich Kopenhagen und schlossen den Tag mit einem Stadtrundgang zum malerischen Nyhavn ab.

Am nächsten Tag schloss sich ein umfangreiches Besichtigungsprogramm der Stadt an. Zunächst aus der Perspektive des Wassers in Form einer Schifffahrt auf den Kanälen Kopenhagens, dann in Form einer Stadtführung, bei der wir einen guten Eindruck, nicht nur von der historischen Altstadt, sondern auch von den neugestalteten und beeindruckend designten Vierteln gewinnen konnten, die noch vor wenigen Jahren wenig ansehnliche Industrieanlagen beherbergten. Als Beispiel dafür kann ein Parkhaus dienen, auf dessen Dach sich ein Klettergarten mit Sportanlagen befindet, die von den Schülerinnen und Schülern als kleiner Ausgleich zum Wissensinput der Stadtführung benutzt werden konnten.

Am Abend besuchten wir eines der Wahrzeichen Kopenhagens – den Tivoli, einen Freizeitpark, der im Herzen der Stadt bereits seit 1847 existiert und nach wie vor zu den kulturellen Highlights zählt.
Neben Kopenhagen besuchte die Schülergruppe die Stadt Roskilde. Zunächst stand hier die Besichtigung des Wikingermuseums auf dem Programm. Es beschäftigt sich mit der Kultur der Wikinger und beherbergt die in den 50er Jahren am Meeresgrund gefundenen Reste von Wikingerschiffen, die aufwendig restauriert wurden. In Roskilde befindet sich der im romanischen und frühgotischen Baustil errichtete Dom, der in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen wurde und den dänischen Königinnen und Königen als Grabstätte dient. Weitere Besichtigungspunkte waren an diesem Tag Schloss Frederiksborg und das Hamletschloss Kronborg in Helsingør, von wo aus man einen Blick über den Öresund noch Schweden wagen konnte.
Letzter Programmpunkt der Dänemarkreise war am Freitag der Stadtteil Christiania in Kopenhagen, in dem ein alternativer Lebensstil, mit wild-künstlerisch gestalteten und bemalten Bauwerken gepflegt wird.

