Architektur mit allen Sinnen erleben: P-Seminar Architektur auf Exkursion in Graz
Vier Tage lang war das P-Seminar Architektur in Graz unterwegs. Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern des Pestalozzi-Gymnasiums beschäftigte sich die Gruppe mit Architektur, Stadtgestaltung und kreativem Arbeiten. Workshops, Zeichenaufträge und gemeinsame Projekte machten es möglich, Architektur nicht nur zu betrachten, sondern selbst zu erleben.
Schon die Anreise war der erste Programmpunkt. Während der Zugfahrt von Passau über Linz nach Graz bearbeitete die Gruppe erste Zeichenaufträge und hielt Eindrücke aus dem Zugfenster und persönliche Reisegegenstände fest. Nach der Ankunft lernten die Jugendlichen ihre Austauschpartnerinnen und -partner kennen. Bei einer gemeinsamen Turmbau-Challenge entstand schnell eine lockere Atmosphäre. Sie zeigte auch, wie wichtig Kommunikation und Zusammenarbeit bei kreativen Projekten sind. Beim anschließenden Stadtspaziergang betrachtete die Gruppe Fassaden genau, skizzierte ungewöhnliche Details und setzte alltägliche Motive kreativ um.
An der FH Joanneum erfuhr die Gruppe in einem Workshop zum nachhaltigen Bauen, wie sich die Architektur entwickelt und welche Rolle ressourcenschonende Materialien und innovative Bauweisen künftig spielen. Dabei wurde deutlich, wie eng Architektur mit ökologischen und gesellschaftlichen Fragen verbunden ist.
Auch die Stadt selbst wurde zum Lernort. Anhand eines Stadtplans von Florenz verglichen die Jugendlichen städtebauliche Strukturen mit denen von Graz. Am Pestalozzi-Gymnasium arbeiteten die deutschen und österreichischen Schülerinnen und Schüler anschließend gemeinsam weiter, unter anderem an einem Erasmus-Drohnenvideo. Am Abend besuchte die Gruppe das Gebäude Argos und untersuchte den Aufbau moderner Fassaden, vor allem die Funktion der verschiedenen Fensterelemente.


Am folgenden Tag stand das eigene kreative Arbeiten wieder im Mittelpunkt. Bei einem Gallery Walk präsentierten die Gruppen ihre bisherigen Ergebnisse und tauschten sich über unterschiedliche Herangehensweisen aus. Im Kunsthaus Graz beschäftigten sie sich danach mit moderner Architektur und Kunst. Zeichen- und Arbeitsaufträge halfen, Gebäude bewusst wahrzunehmen und gestalterische Details zu analysieren.
Am Abend ging es mit der Bahn auf den Schlossberg. Die Gruppe genoss den Blick über Graz, beobachtete einen Soundcheck auf der Bühne und erkundete den Uhrturm. Auch eine spontane Wasserschlacht änderte nichts daran, dass die Architektur im Mittelpunkt blieb. Während der Blauen Stunde entstanden Fotos der Stadt, außerdem experimentierten die Jugendlichen mit Lichtschrift.
Zum Abschluss stellten beide Gruppen ihre Skizzenbücher bei einem weiteren Gallery Walk vor. Bei einer kleinen Siegerehrung wurden die Zeichen- und Teamchallenges ausgezeichnet. Selbst gestaltete Polaroids und gemeinsame Erinnerungsfotos blieben als Andenken an den Austausch. Danach ging es zurück nach Passau.

Die Tage in Graz zeigten, wie vielseitig Architektur sein kann. Theorie, praktisches Arbeiten und internationaler Austausch brachten neue Eindrücke und erweiterten den Blick der Gruppe auf Gebäude, Räume und Stadtentwicklung. Die Exkursion war eine wertvolle Ergänzung des P-Seminars.


