Von Mäusen und Menschen

Die Unterstufen – Theatergruppe des Gymnasiums Untergriesbach begeistert mit „Der überaus starke Willibald“.

Mit langanhaltendem Applaus endete am Donnerstagabend die Aufführung des Theaterstücks „Der überaus starke Willibald“ am Gymnasium Untergriesbach. Die Unterstufen – Theatergruppe präsentierte eine starke Inszenierung, die nicht nur durch schauspielerisches Können, sondern auch durch ausdrucksstarke Choreographien, musikalische Gestaltung und ein liebevoll ausgearbeitetes Bühnenbild überzeugte.

Das Stück von Irmgard Paulis und Jürgen Zielinski greift die gleichnamige Erzählung von Willi Fährmann auf und erzählt die Geschichte eines Mäuserudels, das sich durch Angst und Manipulation zunehmend einem selbsternannten starken Anführer unterordnet – bis Mut, Bildung und kritisches Denken den Weg zurück zur Freiheit eröffnen. Als Parabel setzt sich das Werk mit Themen wie Machtmissbrauch, Propaganda und demokratischen Werten auseinander.

Die jungen Darstellerinnen des Gymnasiums Untergriesbach meisterten diese anspruchsvollen Inhalte mit bemerkenswerter Bühnenpräsenz. In den Rollen standen Marie-Louise Weishäupl als Mäuseboss Willibald, Lina Veit als Mäusejosef, Adele Gaidai als Lillimaus, Lena Galle als Mausephilipp, Mia Pietsch als Mäusefriederike, Martha Greiner als Karlemaus, Marlene Stadler als Mausikarin, Emilia Lorenz als Mäuseemil, Sophia Fesl als Mausehugo, Hiwet Mekonnen als Mausegeorg und Luna Huber als Mausemimi auf der Bühne. Besonders hervorzuheben war das Zusammenspiel des Ensembles. Die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler schafften es, die Entwicklung der Mäusegemeinschaft ausdruckstark zu zeigen – von ausgelassener Gemeinschaft über Verunsicherung bis hin zu Mut und Zusammenhalt. Die einstudierten Choreographien verliehen den Szenen Dynamik und sorgten gemeinsam mit den musikalischen Einlagen für einen schwungvollen Theaterabend. Hierzu trug auch das mit Liebe zum Detail kreierte Bühnenbild nach Entwürfen von Leni Wehrmann bei, das Schülerinnen unter Anleitung von Andreas Oberndörffer gestaltet hatten. Leiterin Simone Schlager konnte stolz auf ihre „Mäuse“ sowie auch auf das Team hinter den Kulissen sein. Der minutenlange Applaus am Schluss war auf jeden Fall ein verdienter Lohn für alle Beteiligten.

PNP-Bericht vom 18.06.2026