Krumauer zu Gast in Untergriesbach
Nachdem im Sommer dieses Jahres eine reine Mädchengruppe der 11. Jahrgangsstufe des Gymnasiums Untergriesbach im Rahmen von Erasmus+ das Partnergymnasium in Krumau besucht hatte, richtete sich beim Gegenbesuch der tschechischen Schülerinnen und Schüler nun der Blick auf die deutsche Seite der gemeinsamen Grenze. Begleitet wurde der Austausch von Markus Schlager, der das Krumau-Projekt seit mittlerweile zehn Jahren betreut. Während sich die deutsche Gruppe in Krumau mit den Chancen und Möglichkeiten der Grenzregion im Dreiländereck auseinandergesetzt hatte, standen beim einwöchigen Aufenthalt der Zwölftklässler in Untergriesbach die Themen „Wasser“ sowie berufliche Orientierung im Mittelpunkt.
So erhielten die Gymnasiasten der beiden Schulen gleich am ersten Tag bei einer Besichtigung der Sumida-Niederlassung in Erlau auch Einblicke in die dortige Lehrlingsausbildung, kamen tags darauf beim Mittagessen im Waldkirchener Dachdeckerwohnheim mit den Lehrlingen dort in Kontakt und lernten später beim Besuch der Karrieremesse in Passau weitere Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten in der Region kennen.

Dem Element Wasser begegnete die Gruppe in Erlau zunächst bei den Hochwassermarken und -schutzmaßnahmen auf dem Werksgelände. Am nächsten Tag schlüpften die Schülerinnen und Schüler in der Umweltstation Waldkirchen im Planspiel „Wasser ist für alle da“ in die Rolle von Bürgern des fiktiven Ortes Klein-Wasserlosen. Dabei galt es, die unterschiedlichen Interessen und Bedürfnisse verschiedener Gruppen einer von Wasserknappheit betroffenen Kommune in Einklang zu bringen.
Am Nachmittag führte Johannes Matt, Leiter der Umweltstation, die Jugendlichen durch die Saußbachklamm und vermittelte ihnen mit vielfältigen zweisprachigen deutsch-tschechischen Aktivitäten die Bedeutung des Wassers als Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten.

Am dritten Tag absolvierten die Schüler im Nawareum in Straubing einen Workshop zu nachhaltiger Ernährung und besichtigten in einer besonders eindrücklichen Führung die Trinkwasseranlage Max Binder in Flanitz, von der aus weite Teile Niederbayerns und der Oberpfalz mit „Waldwasser“ aus der Trinkwassertalsperre Frauenau versorgt werden.
Zum Abschluss der Woche galt es im Haus am Strom in Jochenstein eine Klima-Exit-Box zu knacken und in den Donauleiten den Lebensraum des Feuersalamanders zu erkunden.



